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Das Leben mit diversen Fitness-Apps oder Noch 287 Schritte bis zum Wochenziel


Auf Anraten meiner Freundinnen habe ich mir vor einigen Wochen jede Menge neue Apps auf mein Handy geladen. Apps, die so sagten jedenfalls meine Freundinnen – mein Leben erleichtern werden. Am Anfang war ich voller Tatendrang und voller Euphorie. Kennt ihr das auch, habt Ihr auch solche Fitness-Apps auf Eurem Smarthphone?
Seitdem ich diverse Fitness-Apps installiert habe, kann ich mir ständig den Puls messen, weiß wie viele Kalorien ich zu mir genommen und wie viele Kalorien ich abgespeckt bzw. zugelegt habe und wie schnell ich laufe. Selbstverständlich wird nicht nur die Laufstrecke gemessen, sondern es werden auch die Höhenmeter, meine Durchschnittsgeschwindigkeit und die verbrannten Kalorien angezeigt. Außerdem, habe ich ein Fitnessprogramm, das mich ermahnt, regelmäßig Sit-ups und Unterarmstütze zu machen, sowie einen Schrittzähler, der mich dazu auffordert, mindestens 10000 Schritte am Tag zu tun… Ich fühle mich, freundlich gesagt schon etwas beobachtet.

Das Leben mit diversen Fitness-Apps

Ständig will mein Handy irgendwas von mir. Ich rede hier nicht vom normalen Handy-Wahnsinn, von Anrufen und SMS oder WhatsApp Nachrichten. Alle meine neuen Apps sind pflegeintensiv. Täglich erwarten sie Eintragungen, teils mehrfach am Tag. Permanent bekomme ich Mitteilungen: „Sie sind drei Tage nicht gelaufen, 0,7 Liter zu wenig getrunken, Noch 287 Schritte bis zum Wochenziel, Sie haben Ihr Frühstück heute noch nicht eingetragen, Noch… !”

Sofort habe ich ein schlechtes Gewissen. Ich weiß, dass ich gestern Abend mein Abendessen nicht säuberlich eingetippte habe, denn ich weiß auch, dass ich damit direkt einen Verweis der App riskiert hätte. Die kleine Kalorienzähl-App wird nämlich schnell ungehalten. Hat man sein Tagesziel überschritten, warnt sie. Das macht micht unbedingt gute Laune. Man weiß ja, dass die App recht hat, aber lecker war es eben trotzdem.

Außerdem ist die Eintragerei ein wenig mühsam. Wie viel Gramm wog wohl mein Hähnchenfilet und wie viele Esslöffel Öl waren am Salat? Wie viele Kalorien hat die Soße im Restaurant? War da etwa Sahne drin? „Du musst schon alles ehrlich eingeben, sonst betrügst du dich ja selbst!” hat meine Freundin Siyblle mir streng mitgeteilt, als wir neulich morgens wieder im Fitnesscenter waren.


Als wüsste ich das nicht selbst, dachte ich mir, währenddessen ich meinen Selfieme (Selfie Auslöser mit Bluetooth) und mein Sugar Skull Strand-Badetuch aus der Tasche kramte. Um ihr meinen Selfieme zu präsentieren. So kann ich nämlich meine Fotos im Fitnesscenter problemlos und fast unauffällig selbst machen, wenn sie man nicht kann. Gefunden habe ich beides beim Onlineshop radbag, wo ich schon neulich etwas für Valentinstag bestellt hatte.
Aber zurück zu dem Thema Fitness-Apps. Ich meinte dann zu ihr: „Aber manchmal ist es auch schön, nicht alles so ganz genau zu wissen. Manchmal betrügt man sich auch gerne mal selbst. Manchmal will man einfach nur gemütlich durch den Wald traben und nicht hinterher sehen, dass die Jogging-Geschwindigkeit unter Walking abgespeichert wird. Manchmal will man essen und genießen, ohne detailliert zu wissen, was man sich da gerade eben auf den Hüften geschaufelt hat”.


Kontrolle ist sicherlich sinnvoll, aber Spaß geht anders. Ich will nicht immer und alles kontrollieren. Aber vor allem will ich nicht kontrolliert werden. Ich will nicht, wie meine Freundin, nachts noch mal schnell um den Block laufen,nur weil 637 Schritte fehlen, um die App glücklich zu machen. Ich möchte munter und gut gelaunt vor mich hin leben, und genau deshalb habe ich meine kleinen Überwacher-Apps gestern fast alle gelöscht.
Übrigens: Gestern bin ich viel und schnell gelaufen. Wie viele Schritte genau? Keine Ahnung – einfach gefühlt viele Schritte.
Habt Ihr auch ein Fitnessarmband, diverse Apps um zu sehen, wie viele Schritte Ihr am Tag gelaufen seid? Seid Ihr am Anfang auch  noch mit voller Begeisterung dabei gewesen?

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9 Comments

  • Reply
    Shadownlight
    9. Februar 2018 at 17:36

    Hey, ich finde es gut, dass du es nicht allzu ernst nimmst bzw. zum Kontrollfreak wirst. Man muss sich ja auch noch wohlfühlen!
    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende!

    • Reply
      Blogzeit39
      14. Februar 2018 at 10:31

      Hallo, das ist mir alles auch viel zu stressig 😉 Lg Tina-Maria

  • Reply
    Lisa
    9. Februar 2018 at 18:53

    Ich habe auch etliche Fitness Apps auf meinem Handy, aber wirklich nutzen tue ich sie nie. Am Anfang war ich noch voll dabei, aber dann habe ich es aufgeben. Lg Lisa

    • Reply
      Blogzeit39
      14. Februar 2018 at 10:30

      Hallo Lisa, so ging es mir ja auch. Neu, intersannt und da macht man mit. Doch dann lässt es langsam nach und zum Schluss schmeisst man die App runter. Lg Tina-Maria

  • Reply
    Wonderful Fifty
    12. Februar 2018 at 21:18

    Es gibt etliche im Bekanntenkreis, die von diesen Apps fast schon abhängig sind, da wird immer verglichen, wie viel gelaufen, wie schnell, wie viele Höhenmeter, besser als beim letzten Mal, wann war das beste Mal. Ich bin kein Freund von diesen Apps und habe auch keine auf meinem Handy installiert – wer will denn schon unter die Nase gehalten bekommen, wenn man sich bei der Nachspeise einen Nachschlag nimmt, wenn man einen chilligen Couchtag verbringt. Wo bleibt denn da der Spaß, wo ist das Wohlbefinden?
    Ich denke, wenn es mir gut geht, wenn ich mich wohl fühle, dann wird es passen und um das festzustellen brauche ich keine App 😉
    Einen schönen Abend und alles Liebe Gesa

    • Reply
      Blogzeit39
      14. Februar 2018 at 10:29

      Hallo Gesa, da kenne ich auch so einige, die ohne Apps schon aufgeschmissen sind. Da wird schon frühs das Frühstück eingeben und dann auf die Waage gestellt,die natürlich auch mit einer App verbunden ist. Ein paar Apps sind zwar niht schlecht, aber in Massen. Wohlbefinden sollte man auf jeden Fall noch haben. Lg Tina-Maria

  • Reply
    Silvia
    13. Februar 2018 at 22:46

    Für mich wäre das auch nichts, aber ich bin sowieso eher die Couchpotato;-). Außer im Sommer, da geht es schon öfter mal mit dem Fahrrad los. Liebe Grüße von Silvia

    • Reply
      Blogzeit39
      14. Februar 2018 at 10:26

      Hallo Silvia, bin ja auch lieber ein Couchpotato, aber etwas Fitness tut mir schon gut. Solangsam sieht man auch das Resultat. Lg Tina-Maria

  • Reply
    Lippenstift-und-Butterbrot
    14. Februar 2018 at 20:37

    Ich habe kein solches Armband. Aber auf meinem Handy ist eine ähnliche App. Ich laufe nicht, sondern gehe ziemlich schnell. Und da muss ich gestehen, dass ich die App an habe. Ich freue mich dann, wenn ich ein gesundes Tempo habe und mir eine nette Stimme sagt, wie viel ich gegangen bin. Ich mache das einfach, weil ich neugierig bin, was noch so in mir steckt. Aber ich muss mich nicht immer wieder selbst übertreffen. Leider mache ich solche Ausflüge viel zu selten.
    Liebe Grüße
    Sabine

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